Katastrophenschutzübung „Fan Zug“ in Spandau

In Vorbereitung auf die Fußball-Europameisterschaft haben die Mitglieder des Katastrophenschutzes in Berlin mit über 100 Einsatzfahrzeugen die Bewältigung einer Großschadenslage geübt. Die Übung mit dem Namen „Fan Zug“ fand auf einem Bahngelände an der Schönwalder Straße in Berlin-Spandau statt. 

Bei dem angenommenen Szenario handelte es sich um einen Massenanfall an Verletzten (MANV) aufgrund des Unfalles eines Personenzuges mit anschließendem Folgebrand. Hierbei musste eine Vielzahl von verletzten Personen zunächst gesichtet und in Sicherheit gebracht werden, um sie medizinisch zu versorgen. Um eine möglichst realistische Gestaltung der Übung zu gewährleisten kamen hierzu rund 90 Verletztendarstellerinnen und -Darsteller zum Einsatz, die durch das Team der Realistischen Unfall Darstellung des Malteser-Hilfsdienstes geschminkt wurden. 

Nach Beginn der Übung gegen 9 Uhr wurde nach der Lageerkundung durch die ersteintreffenden Kräfte zunächst die Personenrettung und die Brandbekämpfung eingeleitet. Zur Patientenversorgung wurde eine Verletztensammelstelle und ein Behandlungsplatz aufgebaut. Die Verletztendarstellenden wurde hier zunächst nach der schwere ihrer Verletzungen kategorisiert und anschließend nach Dringlichkeit vom Rettungsdienstpersonal behandelt. Logistisch musste auch der Abtransport der Verletzten und die Verteilung auf umliegende Krankenhäuser organisiert werden. Im Bereich der Brandbekämpfung wurde ein mit Theaterrauch verrauchter Zugteil von mehreren Trupps unter Atemschutz kontrolliert und „gelöscht“. 

Um einen dauerhaften Überblick über die Einsatzstelle zu erhalten und eine ständige Lagebeurteilung vornehmen zu können, wurde von mehreren Teams auch der Einsatz von Drohnen geübt, mit deren Hilfe Luftbilder gefertigt und Lagekarten geführt wurden. 

Ziel der Übung war es, den gesamten Ablauf solch einer Großschadenslage mit allen Beteiligten des Katastrophenschutzes in Berlin zu üben. Bei den etwa 550 Mitwirkenden dieser Übung handelte es sich fast ausschließlich um ehrenamtlich Helfende der Berliner Feuerwehr, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), des Malteser-Hilfsdienstes (MHD), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die Polizei Berlin war mit etwa 40 Kräften und einem Hubschrauber in diese Übung eingebunden. Anwesend waren zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der Havelländischen Eisenbahngesellschaft, auf deren Betriebsgelände die Übung durchgeführt wurde. Begleitet wurde die Übung von diversen Beobachterinnen und Beobachtern sowie Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern mit deren Hilfe nach der Übung eine gezielte Auswertung vorgenommen wurde. Zu den Gästen gehörten auch mehrere Medienvertretende. 

Bilder: Berliner Feuerwehr / Dennis Kowyrkin

(dp)
 

Fotos

  • Begrüßung und Einweisung der Übungsteilnehmenden

    Begrüßung und Einweisung der Übungsteilnehmenden

  • Begrüßung und Einweisung der Übungsteilnehmenden

    Begrüßung und Einweisung der Übungsteilnehmenden

  • Einsatzfahrzeuge im Bereitstellungsraum

    Einsatzfahrzeuge im Bereitstellungsraum

  • ELW2 im Bereitstellungsraum

    ELW2 im Bereitstellungsraum

  • Einsatzfahrzeuge im Bereitstellungsraum

    Einsatzfahrzeuge im Bereitstellungsraum

  • Vorbesprechung der Notarztteams

    Vorbesprechung der Notarztteams

  • Übungsszenario

    Übungsszenario

  • Rettungsdienstkräfte an der Übungsstelle

    Rettungsdienstkräfte an der Übungsstelle

  • Sammelstelle mit Verletztendarstellenden

    Sammelstelle mit Verletztendarstellenden

  • Einsatzfahrzeuge

    Einsatzfahrzeuge

  • Trupp unter Atemschutz im verrauchten Übungszug

    Trupp unter Atemschutz im verrauchten Übungszug

  • Aufbau der Behandlungsplätze

    Aufbau der Behandlungsplätze

  • Aufbau der Behandlungsplätze

    Aufbau der Behandlungsplätze

  • Verletztentransport zu den Behandlungsplätzen

    Verletztentransport zu den Behandlungsplätzen